Mittwoch, September 13, 2006

Ganesha unterwegs - Ganesh Chaturthi

Über die glamourösen Galadiner und Prinzessinnen-Besuche ging ein anderer Besuch fast vergessen: Ganesha der Elefantengott war bis letzte Woche zu Hause bei seinen Anhängern und Anhängerinnen. Ganesha kommt jedes Jahr für einige Zeit zu Besuch, was natürlich gebürdend gefeiert wird - zumal in der Mitte seiner Besuchszeit auch noch seine beiden Schwestern vorbei schauen! Jede gläubige Familie hat in dieser Zeit eine Statue bei sich zu Hause - nach 3, 7 oder 10 Tagen (je nach Region) wird diese an einen Fluss in der Nähe gebracht. Die Statue, gefertigt aus einer Art Ton, löst sich im Wasser auf und Ganesha geht wieder nach Hause. Auf die Frage, wo dieses Zuhause sei, blickte unser Deputy Manager Darashana nur gen Himmel und zeigte nach oben ;-)

Das Festival ist im Gegensatz zu vielen anderen indischen und hinduistischen Bräuchen noch gar nicht so alt: Der Freiheitskämpfer Lokmanya Tilak initiierte das Festival Ende des 19. Jahrhunderts, um das nationale Einheitsgefühl für die Freiheitsbewegung zu stärken, da sich Inder unter der britischen Kolonialherrschaft nur zu religiösen Gelegenheiten versammeln durften.
Ganesh-Schrein zu Hause bei unserer ehemaligen Sangam-Mitarbeiterin Tarabai und ihrer Schwiegertochter Padma (einer unserer Köchinnen).
Ganesha verlässt das Haus - und findet sein Mittel der Fortbewegung Richtung Fluss:










Letzte Gebete und Gaben für Ganesha - auch Eri und ich bekommen Prasad (Gaben im Zusammenhang mit einer Segnung - meist Zucker und Kokosnuss).


Unter den Rufen
"'GANPATI BAPPA MORYA, AGLE BARAS TO JALDI AA," ("Vater Ganpati, komm nächstes Jahr wieder!")
geht Ganesha baden
...zurück nach Hause, bis nächstes Jahr!

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