Freitag, Oktober 06, 2006

Teamtraining die Zweite, Poojas und Tänze mit Stöcken

Schon wieder sind zwei Wochen seit meinem kleinen Urlaub in Deutschland vergangen und es gab einige Veränderungen -
als ich wieder in Sangam ankam, waren schon die neuen Programme Assistants da - Gemma aus England, Mia aus Südkorea und Soja aus Finnland. Da dieses neue Team nun für die nächsten 6 Monate zusammen arbeiten wird und das 40jährige Jubliläum vor der Tür steht, bei dem alles reibungslos ablaufen soll (so zumindest mal wieder unser ehrgeiziger Plan), waren wir wieder zum Teamtraining in Panchgani.

Schön, wieder für zwei Tage aus der Stadt rauszukommen, wenn ich die Aussicht auf eine Neuauflage des Felskletterns auch nicht ganz so aufregend fand... aber eine Riesenwolke, die unser Camp einhüllte, verhinderte dann sowieso einen Ausflug zum Fels. Allerdings: Es war ungemütlich und feucht - und mir war ganz schön kalt! Aber trotz des deutschlandartigen Herbstwetters hatten wir wunderbare Tage.

Wieder zurück in Pune, war es wieder mal Zeit ein Festival zu feiern: den letzten Tag von Dessera, das 9 Tage zuvor angefangen hatte.
Dessera vereinigt zwei Feierlichkeiten in eins: zum einen wird die Göttin Durga gefeiert, die in ihren 8 Händen Waffen gegen die ebensovielen Übel der Menschheit bereit hält. Nach 8 Tagen des Ringens, so heisst es, hat sie einen besonders bösen Dämonen besiegt.
Ein zweiter Grund zu feiern ist ein weiterer Sieg über das Böse, als Rama den Dämon Ravana besiegte, der seine Frau Sita gekidnappt hatte.
Am letzten Tag von Dessera werden traditionell alle Arbeitsgeräte gepoojat (Pooja = Segen) und so verbrachten wir den Montag morgen damit, ziemlich viele Dinge bei uns zu segnen....

















Die Handwerksgegenstände....

... den Pool...

... der Generator ...

















... und weil ich bekanntermassen abergläubisch bin und mein Computer nicht immer ganz zuverlässig ist, wollte ich die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, mir seine Freundschaft zu sichern!
Abends waren wir dann beim Tempel für die Göttin Durga - Festivalatmosphäre mit Riesenrad und Lichterketten, indischem Fast Food und Ständen mit SchnickSchnack und Trash, Trommeln und Gesängen:
Und man lernt: auch Inder finden es manchmal zu laut!














Zum Abschluss des Abends dann: Stickdance. Mit Darshana als Lehrmeisterin waren wir mit mehreren Hundert anderer junger Leute auch dabei, im Kreis zu tanzen, Stöcke im Rhythmus der Musik gegeneinander zu schlagen - und vor allem Amüsement für die Einheimischen darzustellen... Grossartig!

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